Erstinstallation Kompass

Als „Fluss-Segelyacht“ brauchte die Fynn keinen Kompass.

Als seegehende Yacht jetzt schon.

Nun habe ich mich überwunden, ein handtellergroßes Loch in die Schottwand zu sägen und den neuen Kompass einzubauen.

Im Frühjahr muss er noch kompensiert werden. Beim Kompensieren werden die beiden kleinen Magnete der Kompensiereinheit anders positioniert, was auf die Nord/Süd oder Ost/West Deviation Einfluss hat.

Nach dem Kompensieren muss ich eine Deviations-Tabelle (Ablenkungstabelle) anlegen. Diese zeigt mir die individuelle Ablenkung auf den verschiedenen Kursen.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

nr-18 nr-18a nr-18b

Gefrier- und Kühlbox

Die Fynn hatte bisher noch keine Möglichkeit, Lebensmittel kühl zu lagern. Ein kühles Blondes gab es quasi auf der Fynn vorher nicht. Dies war ein ernstes Problem.  🙂

Die richtige Kühlbox, in Größe und Möglichkeiten, war nicht so einfach zu bekommen. Die Fa. Waeco stellte auf der „boot“ 2016 eine neue Gefrierbox vor.

Das Besondere daran:

  1. Gefrierfach bis -18°C und ein Kühlfach. 2. Läuft mit 12V und 230V. Sind beide Stecker gleichzeitig gesteckt, hat die 230V-  Versorgung Vorrang, sofern Landstrom vorhanden.  3. Minimaler Energieverbrauch. Somit kann die Box während des Segelns an der 12-V-Versorgung bleiben.  4. 25 Liter Inhalt und sehr kompakt. Ideal für meine Fynn mit ihren 25 Fuß.

Es wurden für diese Maßnahmen eine 230- und 12-Volt-Dose von mir installiert. Die Box ist durch einen Spanngurt an 2 Fixpunkten aus Edelstahl fixiert.

Lebensmittel können nun fachgerecht aufbewahrt werden und das kühle Blonde ist auch wirklich kühl.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

25-kuehlbox-1 25-kuehlbox-2 25-kuehlbox-3 25-kuehlbox-4

Verkleidung der rückseitigen Navigations-Instrumente

Die Rückseite, der in der Schottwand zum Cockpit installierten Navi-Instrumente, sah eher aus wie eine Aufputzinstallation eines Kellerraums.

Wegen der glatten Fläche und der dünnen Schottwand (10 mm), gestaltete sich die Befestigung des Mahagoni-Kastens (Eigenbau) und der Kabelkanäle gleichen Materials als äußerst schwierig. Aber, es ist mir gelungen eine stabile Konstruktion herzustellen.

Die Fläche der Verkleidung, hinter dem sich die Elektronik der Navi-Instrumente befindet, dient mir nun als Nutzfläche. Im Moment hängt dort eine Übersicht der Kanäle, Frequenzen und Sendezeiten der Küstenfunkstellen, die den Seewetterbericht mehrmals täglich senden.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

nr-25-1 nr-25-2 nr-25-3

Einbau eines Bullauges in die Hundekoje

Die Hundekoje geht tief ins Heck der Fynn. Folglich ist die Belüftung nicht sonderlich gut. Nach dem Kauf hatte ich alle Stockflecken im Vorschiff und im Heck entfernt und die Flächen neu lackiert.

Da mir ein gesundes, frisches Klima im Boot sehr wichtig ist, habe ich in der Hundekoje, in die Wand zum Cockpit, ein Bullauge eingebaut.

Jetzt kann ich bei Anwesenheit im Hafen permanent lüften und habe als Nutzeffekt auch noch eine hellere Hundekoje. Ein Fliegengitter, passend zum Bullauge, schützt vor den lästigen Insekten.

Alles in allem eine gastfreundliche Koje.  🙂

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

nr-21-1a nr-21-1bnr-21-1nr-21-3

 

Einbau einer Hand-Bilgenpumpe im Cockpit

Die vorhandene Bilgenpumpe, ein jämmerliches Teil, bei der man im Anwendungsfall zuerst noch den Ablaufschlauch montieren und über die Bordwand legen musste, war in der Backskiste (Stauraum) montiert. Diese Pumpe habe ich komplett entfernt.

Eine neue manuelle Bilgenpumpe wurde von mir dann ins Cockpit eingebaut. In unmittelbarer Nähe der Pinne ist diese jederzeit einsatzbereit. Dazu gehören ein neuer Borddurchlass am Heck und neue Schläuche, die mühselig und arbeitsintensiv im Bauch der Fynn verlegt und fixiert wurden.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

22-1 22-2 22-3  22-4 22-6 22-7

Re-Produktion eines Steckers

An der Hecklaterne (weißes Licht 135°) der Fynn, hatte der Voreigner einen Pseudostecker montiert, der überhaupt nicht kompatibel mit dem Gehäuse war.

D.h. keine Funktion dieser Navi-Beleuchtung.

Rückfragen beim Hersteller und Händlern ergaben, dass diese Stecker nicht mehr lieferbar sind.

Was tun? Ein schönes altes Messing-Gehäuse, vernickelt, durch ein neuzeitliches Kunststoffgehäuse austauschen.

Nein! Auf keinen Fall.

Eine Lösung, die den Erhalt des Gehäuses zum Ziel hatte, musste her.

Ein Freund, seines Zeichens Tüftler in Perfektion, bot mir an, eine Reproduktion zu wagen. Mein ungläubige Äußerung: Wie soll das gehen?

Er: Lass dich überraschen.

Es wurde der Stecker von der Steuerbordlaterne (grünes Licht 112,5°) demontiert. Dieser diente als Vorlage zur Herstellung von Schablonen.

Kurz und bündig: Die Reproduktion ist ein voller Erfolg.

Hierzu die Foto`s.

Zur Klarstellung:

Auf Foto 6 sind sämtliche Teile der 2 Fotoreihe aus dem Nichts reproduziert worden – unglaublich.

Tausend Dank an Hans-Peter.

Resümee: „Die Polizei, dein Freund und Helfer!“   🙂
(Muss nicht jeder verstehen.)

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Neue Haupt-Verteilertafel

Eine neue, solide Verteilertafel mit zuverlässigen Komponenten und Anschlüssen stand auf meiner Refit-Liste.

Die Tafel ist bestückt mit:

  1. Batteriehauptschalter für Starterbatterie
  2. Plus-Sammelpunkt
  3. Minus-Sammelschiene
  4. Shunt zur Widerstandsmessung für den Batteriemonitor
  5. Sicherungskasten für Direktanschlüsse an Batterie

(z.B. Bilgenpumpe)

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

Vorher:                                                                  Nachher:

hauptverteiler-alt hauptverteiler-neu

 

 

 

Zweite Batterie

Die Fynn hatte nur eine Batterie für alle Anwendungen. Dies ist unüblich für ein Segelboot dieser Größe. Es sollten 2 Batterien installiert sein. Eine zum Starten des Dieselmotors und die zweite ausschließlich als Service-Batterie für alle Verbraucher an Bord.

Mit der Installation des neuen Batterie-Ladegerätes besteht sogar die Möglichkeit, drei Batteriebänke getrennt zu laden.

Die 2. Batterie, also Servicebatterie, habe ich an den ursprünglichen Platz der Gasflasche installiert. Die im Foto zu sehenden Zurrgurte werden noch durch einen verschlossenen Batteriekasten ersetzt.

Jede Batterie hat nun auch einen Batteriehauptschalter, mit dem die jeweilige Batterie vom Stromkreis getrennt werden kann.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

Vorher:

nr-15cnr-15b

Nachher:

nr-15a

 

 

Batterie-Ladegerät mit Temperaturfühler

Das beim Kauf vorhandene Batterie-Ladegerät war ein einfaches Baumarkt-Ladegerät für eine einzelne Batterie, bei welchem man für einen Ladezyklus viel Geduld und Ausdauer benötigte. Dazu noch in der Backskiste mit fliegenden Leitungen installiert.

Eingebaut wurde von mir ein elektronisch geregeltes Hochleistungsladegerät, mit dem 3 getrennte Batteriebänke geladen werden können.

Einbauort: Die Rückseite der Wand, wo die Servicebatterie (demnächst beschrieben) installiert wurde. Also im Motorraum.

Da dieser Ort recht mühsam zu erreichen ist, habe ich ein Fernbedienungs-Display auf dem Schalterpanel im Salon installiert. So sehe ich den aktuellen Status des Batterieladegerätes und kann bestimmte Einstellungen vornehmen.

Bis bald. Bleibt mir gewogen.

 

 

nr-14a

nr-14b

nr-14d

Neueinbau eines DSC Funkgerätes

Die Fynn hatte bisher noch kein Funkgerät. Meine Funkausbildung bei allen meinen Lizenzen habe ich ausschließlich auf ICOM-Geräten gemacht. Die Qualität und Zuverlässigkeit dieser Geräte steht außer Frage.

Installiert habe ich eine DSC- und ATIS-Funkanlage

ICOM IC M423G mit integriertem GPS-Empfänger.

Zur Zeit benutze ich noch eine sogenannte Notantenne, die am Heckkorb befestigt ist. Geplant ist eine Antenne auf dem Masttop zu installieren. UKW-Wellen breiten sich horizontal aus. D.h., je höher die Antenne, desto weiter die Reichweite.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

 

nr-13a

nr-13b

Loggeschutz in Backskiste

Die alte Logge schien wohl nicht mehr zu funktionieren, weswegen einer der Voreigner eine neue Logge einbaute, und zwar an einem der untypischsten Platzierungen für eine Logge – inmitten der Backskiste. Noch dazu fliegende Leitungen von Logge und Lautsprecher. In diesem Status war die Backskiste (Stauraum) als solche nicht zu gebrauchen.

Lange habe ich gegrübelt, wie ich diese Situation „entschärfen“ könnte.

Hier meine Lösung:

Ein Stück Edelstahlrohr mit dem benötigten Durchmesser als Außenpanzer, geschweißt auf einen Edelstahlblechsockel. Die entsprechenden Nuten für die Steuerleitung und die überdimensionalen Kunststoffstifte der Logge in das Rohr gefräst. Deckel auf das Rohr. Fertig! Für die Schweißarbeiten habe ich einen örtlichen Metallbauer konsultiert.

Der Schutzpanzer wird einfach über die Logge gestülpt und auf eine zuvor eingeklebte Mahagoniplatte aufgeschraubt. Durch das Lösen von einigen Schrauben ist er in wenigen Sekunden demontiert, was eine Inspektion der Logge schnell ermöglicht.

Nun ist die Backskiste in vollem Umfang als Stauraum zu gebrauchen. Der Logge kann nichts mehr passieren.

Leider habe ich von den chaotischen Verhältnissen in der Backskiste keine Fotos gemacht. Deshalb heute nur einige Fotos vom derzeitigen Ist-Zustand.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

P.S. Natürlich wurde das Kabelgewirr in Kabelkanäle verlegt; wie man sieht.

 

nr-10b  nr-10

 

Seetoilette / Seeventile

Die Seetoilette wurde von mir komplett zerlegt, gereinigt, Teile ersetzt und wieder zusammengebaut. Wegwerfgesellschaft – nein danke!

Im Rahmen dieses Projekts habe ich auch die nicht mehr vertrauenswürdigen Seeventile ausgebaut. Diese wurden durch neue Seeventile aus Bronze (seewasserbeständig) in die Bordwand montiert.

Ebenso wurden die alten Schläuche durch neue ersetzt. Die Seetoilette funktioniert nun zuverlässig. Benutzen darf man Sie natürlich im Binnen- und Küstenbereich nicht. Lediglich auf offener See ist der bestimmungsgemäße Gebrauch erlaubt. Es sei denn, man hat einen Fäkalientank eingebaut.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

nr-11anr-11-seetoilette

nr-11aa nr-11b

 

wc-seeventile

 

Neue Furlex-Rollreffanlage

Die Fynn hatte noch Stagsegel. Also Vorsegel, die an einem Stag (Drahttauwerk , das den Mast längsschiffs hält) gefahren werden.

Für den Laien: Beim Segel setzen oder –bergen muss man immer aufs Vorschiff um diese Arbeiten zu erledigen. Für unterschiedliche Windstärken gibt es auch unterschiedliche Segelgrößen. Wenn der Wind also auffrischt, muss das größere Segel geborgen und ein kleineres Segel angeschlagen und gesetzt werden. Das Begehen des Vorschiffs, je nach Wind und Wellen, ist ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Als Einhand-Segler (also alleine auf dem Boot) sowieso.

Step by Step werde ich die Fynn hinsichtlich Einhandsegeln optimieren. Der erste Schritt war nun die Installation einer Furlex-Rollreffanlage. Dies ist eine mechanische Vorrichtung zum Setzen, Bergen und stufenlosen Reffen (Segelfläche verkleinern) eines einzigen Vorsegels bei allen Windstärken und alle Kurse zum Wind. Mit der Leinenführung bis ins Cockpit, kann ich nun das Vorsegel entsprechend bedienen, ohne aufs Vorschiff gehen zu müssen.

Bis bald. Bleibt mir gewogen

nr-9-furlex nr-9-vorstag-ohne-fock

Wetterstation im Salon

Die Wetterinformationen im Salon beschränkten sich bisher auf einen Barometer im Salon. Dies war mir zu wenig! Das alte Barometer wurde entfernt und nun schmückt eine Wetterstation mit Barometer, Chronometer, Thermometer und Hygrometer den Salon.

Um nicht die schöne Mahagoni-Wand mit weiteren 9 Löchern zu durchsieben, habe ich die 3 Instrumente auf ein Mahagonipanel, welches ich über Winter gefertigt habe, montiert. Somit konnte ich die Montage auf 2 Löcher begrenzen.

Mein Tipp an alle Bootseigner: Erst überlegen, dann bohren.:)

 Bis bald. Bleibt mir gewogen.

nr-8-alt nr-8-neu

 

Niedergangsschott restauriert

Das Niedergangsschott war ausgebleicht und wurde von mir sehr aufwändig restauriert.

Arbeitsschritte: abschleifen, 4 mal grundieren, 14 mal lackieren, Ausschnitt für zusätzliches Lüftungsgitter gesägt, komplett neue Lüftungsgitter eingebaut, neues Schloss eingebaut

Bis bald. Bleibt mir gewogen.

niedergangsschott